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Leichtigkeit im Business

Als alleinerziehende Mama mit zwei Kids in den Sommerferien.

Es ist wieder soweit.

Die Kinder (ich habe zwei) haben Sommerferien. 6,5 Wochen. Uff.

Allerziehend – selbständig.

Arbeiten wird ja völlig überbewertet. *Grins*

Früher hatte ich tatsächlich immer irgendwie Stress damit. Entweder ich habe mich um die Kids gekümmert, dann hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich die Arbeit vernachlässigt habe.

Oder ich habe gearbeitet, dann hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich die Kinder vernachlässigt habe.

Egal wie ich es gedreht und gewendet habe, nie war ich voll und ganz bei der Sache bzw. immer mit diesem unangenehmen Gefühl im Hintergrund, gleichzeitig woanders sein zu müssen.

Kennst Du das auch? (Lass mich jetzt bitte nicht im Stich….)

Grrrr… das musste doch anders lösbar sein.

Und ja, es geht. Mit ein bisschen umdenken, ein bisschen anders als gewöhnlich, ein bisschen mehr Leichtigkeit für mich selbst. Ich verrate dir auch, wie ich das genau gemacht habe:

Ich erlaube mir einfach, die schlechteste Mutter der Welt zu sein.

Bist du schon vom Stuhl gefallen?

Lach… ich bin es beinahe, als ich mir das zum ersten mal selbst gesagt habe. Ich habe (bzw. hatte) nämlich – wie du vielleicht weisst, wenn du mir schon länger folgst – den Anspruch an mich selbst, perfekt sein zu müssen. Das ist übrigens sehr anstrengend, weil Pläne machen meist eh für den A…. sind.

Natürlich wollte ich auch immer die beste Mutter sein. Und einfach nur, in dem ich mir erlaubt habe, auch die schlechteste Mutter zu sein, wurde ich entspannter. Denn das werde ich nie sein, die „schlechteste Mutter“… Lass das mal wirken…

Ich habe mir klar gemacht, wie anmaßend es von mir selber doch ist zu glauben, ICH wäre die beste Betreuung, die meine Kinder haben können.

So ein Quatsch. Ja natürlich ist es mir wichtig, dass meine Kids auch Werte vermittelt bekommen, aber ist es nicht das größte für Kids, von anderen „Betreuern“ viel mehr verwöhnt zu werden? Also ich fand es als Kind großartig, NICHT immer bei meiner Mutter zu sein, ab von der „Leine“ und raus in die Welt. Okay, manchmal gab es ein paar Schrammen und Kratzer, aber hat mir das „geschadet“? Nö. Definitiv nicht.

Denkst du wirklich, dass deine Kinder immer nur bei Mama sein wollen? Oder kann es sein, dass ihnen die Vielfalt und die Abwechslung zur Entwicklung beitragen wird?

Mich zumindest hat diese Ansicht sehr entspannt und ganz viel Druck gelöst. (Wer braucht schon Druck… *Bäh)

Ich erlaube mir, im kreativen Chaos zu versinken.

Auch cool, oder.

Das bedeutet für mich, in den Ferien läuft alles einfach ein wenig anders als sonst. Eigentlich bin ich extrem strukturiert und organisiert und ich mag es auch gerne wirklich ordentlich. Also nicht blitzeblank, aber schon ordentlich.

Naja, und in dieser laaaaaangen Feriensommerzeit bin ich einfach ein bisschen nachsichtiger mit mir selber… Lach.. und es macht mir richtig Freude. Ich arbeite im Homeoffice, plane feste Zeiten für meine Klienten-Termine und Workshops, an denen die Kids versorgt sind, und bin ansonsten im kreativen Chaos. Die einzige „Struktur“ in dieser Zeit, ist mein Journal (darauf werde ich ein anderes mal noch genauer eingehen). Da ich meine Ideen nicht sofort umsetzen kann, schreibe ich mir alles darin auf, um es dann zu gegebener Zeit abzuarbeiten. Und zwar ALLES, nicht nur die großen Ideen, sondern wirklich alles, was mir einfällt, was ich noch tun kann oder zu erledigen ist. Denn wenn ich es in dieser Zeit NICHT aufschreibe, geht es zwischen kochen, waschen, Kinder, einkaufen usw. unter.

Kennst du auch, oder?

Einblick in mein kreatives Chaos:

Ich erzähle dir noch eine kleine Anekdote aus meinen „alleinerziehenden Sommerferien mit zwei Kids und selbständig-Sein Alltag“.

Wir wohnen in einer Gegend, in der viele Kinder wohnen. Das finde ich mega, denn dadurch sind meine Kids „Straßenkids“, bedeutet bei schönem Wetter sind sie einfach weg. Lach… (Blöderweise muss ich sie manchmal sogar suchen gehen, weil „nur“ Dunkelheit ist ja kein Grund, nach Hause zu gehen…*Lach*).

So konnte ich die Zeit gestern Nachmittag nutzen, um zu Hause zu arbeiten. Gerade am Ende meines letzten Zoom-Calls kamen sie nach Hause, das war aber okay, denn es war eine Session für eine Freundin und sie wusste, dass die Kids kommen können.

Sie waren aber nicht zu zweit, sondern zu viert. Logisch, oder. Zuminest aus Kindersicht. *Grins*

„Mama, Mama, wir haben Hunger.“ Okay, ich koche gleich.

„Mama, Mama, können die anderen auch mit uns essen?“ Na klar.

Vier Kids am Tisch (zwei Jungs, zwei Mädchen, alle 10 oder 11 Jahre alt). Ein riesen Gequatsche über Räuber und Gendarm, eine Axt, die der Bauer auf der Wiese am Sportplatz vergessen hätte und eine Bande Jungs, die sie gejagt hätten usw. Herrlich 😉
Schnick Schnack, Essen fertig, noch schnell jeder eine Pflaume auf die Hand und alle wieder raus.

Zwei Stunden später….

„Mama, Mama, kann Johanna (Name geändert) heute bei uns übernachten?“ Bitte, bitte Mama.“
(Kennst du auch, oder? Und plötzlich haben die Kids ja dann diese mega süße Gesicht und große, rollende Augen *Lach*)
Na logo kann sie das. Ob zwei oder drei Kids, spielt keine Rolle.

Heute nach dem Frühstück: „Mama Mama, gehen wir heute baden? Und können wir bitte Johanna mitnehmen?“
(Das Gesicht dazu muss ich ja jetzt nicht mehr erklären…)
Na klaaaaaar…. (arbeiten wird ja völlig überbewertet). Aber vorher, raus mit Euch.
Ein paar Stunden am Vormittag gehören somit wieder mir und meinem Business, der Nachmittag den Kids.

Und das völlig ohne schlechtem Gewissen. So cool, das Leben kann so einfach sein. Dein Einkauf mache ich einfach später. Oder Morgen.

Das ist für mich Leichtigkeit im Business. Und mit mir selbst.

PS:
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